Alltag

Stadtführung Neuffen für die Flüchtlinge

Stadtführung Pakistani

Das Angebot einer Stadtführung durch die Neuffener Altstadt nahmen die Flüchtlinge aus Pakistan und Syrien gerne und zahlreich an. So trafen sich am 22. Juni die Pakistani und am 29. Juni die Syrer nachmittags um 17h am Kelterplatz mit Stadtführerin Regine Erb. Auch einige Mitglieder vom AK Asyl nutzen die Gelegenheit Ihr Städtle und dessen Geschichte gezeigt und erklärt zu bekommen.

Bei der pakistanischen Stadtführung übersetzte Faiz Cheema, ehemaliger Mitarbeiter der Fa. Bielomatik, bei den Syrern übernahm Mohammed Sawan diese Aufgabe. Regine gab zuerst einen geschichtlichen Abriß von den ersten Funden aus der Bronzezeit (ca. 800 v. Chr.), über die Kelten (das keltische „nifa“ = Ausblick, Ausguck als möglicher Ursprung von „Neuffen“), die Franken, und Alemannen bis hin zu Berthold von Sulmetingen, Erbauer der Hohenneuffen. Dann ging´s auf zu einem Rundgang durch die, von der ehemaligen Stadtmauer und dem Graben umgebene, Altstadt von Neuffen. Hinter der Kelter zeigte Regine das Weinbergtor (bis dorthin gingen einst die Weinberge), den Fruchtkasten mit Zehntkeller und angebautem Bindhaus, dann ging es weiter in die Martinskirche. Immer wieder wußte Regine mit Hinweisen oder Anekdoten Ihre Gäste zu interessieren, seien es die geeichten Gewichte im Bindhaus, das Grabgelege der Fam. Schilling in der Kirche oder das kleine Männchen links unten am Ölberg vor der Martinskirche, auf welchem Wengerter Karl Schaich sich, als Stifter desselbigen, auf dem Ölberg verewigen ließ. Natürlich war auch der Stadtbrand während des 30-jährigen Krieges ein Thema, interessant war hier, warum ausgerechnet das Große Haus und das Melchior Jäger-Haus als einzige Gebäude nicht abbrannten.

Die Gäste aus nah und fern rätselten an Regines Frage, dabei ist der Grund doch naheliegend: die zündelnden Kroaten verschonten die Häuser, in denen sie damals selber wohnten! Das Neuffener Ludwigstörle, man könnte meinen es habe schon immer zur Stadtmauer gehört. Aber nein, erst mit Bau der Schule im unteren Graben wurde es aus der Stadtmauer herausgebrochen. Die Gäste aus Pakistan und Syrien zeigten sich sehr interessiert an Regines Vortrag und fragten immer wieder nach, sei es, wenn es darum ging, den Sinn des Grabens zu erklären oder auch ganz pragmatisch, ob es denn im Melchior Jäger Haus noch freie Zimmer gäbe. So verging die Stadtführung wie im Flug, aus der geplanten Stunde waren eineinhalb geworden und zurück am Kelterplatz dankten die Gäste Regine Erb für ihre interessante und kurzweilige Führung durch ´s Neuffener Städtle.

Stadtführung Syrer

Informationen

 fluchtlingsrat

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Kontaktdaten

AK Asyl Neuffen

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